Wer Verblendung gelesen hat, wird die anderen Bücher des leider mittlerweile verstorbenen Autors Stieg Larsson auch sofort lesen wollen. Mit unglaublicher Spannung werden die sehr unterschiedlichen Figuren aufgebaut und bis zum Schluss bleibt die Spannungskurve am oberen Limit. Die Handschrift des Autors, eines Journalisten prägt seinen Stil sehr, die handwerklichen Feinheiten sind bis ins Detail ausgearbeitet. Ein Journalist schreibt über einen Journalisten und kann seinen Charakter und seine Beweggründe mit allen Stärken und Schwächen exzellent darstellen.
Der Journalist Kalle Blomquist wird in einer beruflichen Krise beauftragt, einen 43 Jahre zurückliegenden Entführungsfall einer Industriellentochter aufzuklären. Anfangs sieht er seinen gut bezahlten Auftrag mehr als Beschäftigung um Zeit totzuschlagen, doch je mehr er hinter die Kulissen blickt, umso verworrener werden die Zusammenhänge. Und als dann noch eine heiße Spur auftaucht, bleibt Blomquist mit Hilfe der ungewöhnlichen Privatermittlerin Lisbeth Salander dran bis zum bitteren Ende und deckt die zunächst unglaublich erscheinenden Zusammenhänge auf, lässt aber genügend Leerstellen und offene Fragen zurück, damit die beiden weiteren Bände der Trilogie „Verdammnis“ und „Vergebung“ nicht minder spannend werden.
Neben Simon Becketts Bestsellern sicher einer der besten aktuellen Krimi-Thriller.
Geschriben von:
Thomas Krieg







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