Was macht man, wenn ein durch und durch ehrenvoller Brite ist, der zu seinem Wort steht, eines Morgens ziemlich verkatert erwacht und feststellt, dass man im feucht-fröhlichen Zustand eine Wette abgeschlossen hat?
Ganz klar: man löst sie ein, auch wenn sie noch so verrückt ist.
Also kauft sich Tony Hawks einen gebrauchten Kühlschrank plus Wägelchen für 130 Pfund, um seine Wette, die darin besteht, dass er mit einem Kühlschrank die Küste Irlands umrunden soll, zu gewinnen und den Wetteinsatz in Höhe von 100 Pfund zu gewinnen.
Zu Beginn seiner Reise bewegt ihn lediglich, diese Ehrenschuld ab zu leisten. Aber schon kurz nach Antritt seiner Reise erhält er durch Zufall Kontakt zu einem populären Radio-Sender Irlands, wird interviewt und der Moderator der Sendung ruft seine Landsleute dazu auf, Tony nach besten Kräften zu unterstützen. Und wirklich: die von Haus aus schon als sympathisch und menschenfreundlich geltenden Iren tun ihr Bestes, um ihrem Ruf gerecht zu werden, selbst wenn manche Tony für leicht durchgeknallt halten.
Die Palette der Unterstützung reicht von kostenlosen Mittagessen und Logis bis zum Surfkurs für Kühlschrank und Mensch. Durch eine Nonne erhält der Kühlschrank sogar noch höhere Weihen und jeder, den Tony trifft, darf sich per Fettstift auf dem Kühlschrank verewigen.
Kurzum: von dieser Reise gewinnt Tony weitaus mehr als nur simple 100 Pfund und auch die Botschaft des Buches wird dem geneigten Leser auf humorvolle Art ohne erhobenem Zeigefinger schnell deutlich:
Schnappt Euch einen „Kühlschrank“ und wagt Eure (Lebens)Reise einfach!
Wirklich ein lesenwertes Lesevergnügen, das übrigens tatsächlich auf einer wahren Begebenheit beruhen soll.
Geschrieben von Iris Hoffmann








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