Neil Gaiman, Fantasyautor der Spitzenklasse, hat mit diesem Buch erneut bewiesen, dass er einer der fantasievollsten, humorvollsten und ideenreichsten Geschichtenerzähler ist, die man sich als Leser nur wünschen kann.
Der Inhalt selbst ist schnell zusammengefaßt:
Der Mörder Jack löscht die gesamte Familie eines knapp zweijährigen Jungen aus, dem es selbst allerdings gelingt, zum nahegelegenen Friedhof zu fliehen. Seine ermordete Mutter, schon zu einem Geist geworden, übergibt ihn der Obhut der Friedhofsbewohner, um ihn vor dem Killer zu schützen, der ihm immer noch auf den Fersen ist. Das verstorbene Ehepaar Owens wird zu seinen Pflegeeltern, die ihm den Namen Nobody, „Bod” Owens geben und ihn zukünftig aufziehen.
Als Lehrer und Mentor steht ihm Silas, selbstverständlich ein Untoter, nämlich ein Vampir zur Seite. Bod wächst in dieser skurrilen Welt heran und erlebt jede Menge Abenteuer , besteht zahlreiche Gefahren und findet Freunde bzw. eine Freundin. Selbstverständlich gibt es auch einen spannenden Showdown, wovon natürlich hier noch nichts verraten werden soll.
Einmal in die Hand genommen, kann man die Bücher, die Neil Gaiman geschrieben hat, sowieso nur noch schwer aus der Hand legen.
Das Graveyard Buch mag an manchen Stellen auch einige Leser an Kiplings “Dschungelbuch” oder die Harry Potter Romane o.ä. erinnern und doch finde ich, dass Neil Gaimans Romane unvergleichlich anders sind. Ihm gelingt hier z. B. auf unnachahmlicher Weise, dem geneigten Leser klarzumachen: Werwölfe, Vampire und Geister sind halt auch nur Menschen mit Stärken und liebenswerten Schwächen, zwischen denen es spannend und interessant ist, heranzuwachsen und man es als Leser einfach nur bedauert, wenn man Gaimans Fantasywelten wieder verlassen muß.
Bis zum nächsten Roman.
Iris Hoffmann








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