Sam Linnfer ist unsterblich. Und er ist der Teufel. So jedenfalls dachte sich das Catherine Webb in ihrem Roman Lucifer- Träger des Lichts.
Sam lebte einst, vor Tausenden von Jahren als Erzengel im Himmel, nichts von seiner wahren Identität ahnend. Nur durch Zufall, als er gemeinsam mit anderen Erzengeln und Jehova ein Weltentor, ein Tor durch welches man jeden beliebigen Ort auf der Erde aufsuchen konnte, betrat, fand er die Wahrheit heraus. Fand heraus, dass auch er ein Fürst des Himmels war und auch ein Sohn von Vater Zeit. Allerdings war er ein illegitimer Sohn. Sams ganze Existenz beruhte auf einen Plan von Vater Zeit. Er wurde geboren, um Uranos, jenes Wesen, das von Vater Zeit bezwungen worden war, bekämpfen zu können. Sam war für ihn eine Waffe, denn Vater Zeit hatte ihm eine besondere Macht verliehen. Eine Macht , aufgrund dessen seine Brüder ihn fürchteten und gleichzeitig hassten… das Licht. Durch das Licht war Sam in der Lage die Gedanken aller Wesen in sich aufzunehmen und zu reinigen, andererseits konnte er damit auch töten. Doch seine Identität kann verloren gehen, wenn er die Kontrolle über das Licht verliert. Er würde nicht mehr wissen wer er war, welche Gedanken seine und welche den anderen Wesen in seiner Umgebung gehörten und der übermäßige Gebrauch des Lichts könnte ihn töten.
Dass er nun als Kind der Notwendigkeit geboren wurde, ist Sam allerdings egal. Er trotzt Vater Zeit und wird daraufhin auf die Erde verbannt. Damit ist er allerdings nicht von Problemen im Himmel verschont, denn seine Schwester Freya wird getötet und er wird von den Sterblichen verdächtigt. Sam versucht mehr über den Tod seiner Schwester herauszufinden, und deckt bald einen Plan von seinen drei Brüdern Jehova, Odin und Seth auf. Die drei wollen Vater Zeit stürzen, um zu Macht zu gelangen und Sam sieht sich gezwungen zu handeln. Doch seine Gegner sind mächtig und setzen alles daran ihn aufzuhalten…
Das Buch ist wirklich alles andere als ein Klischee-Roman und das man Sympathie zum Teufel, dem Protagonisten entwickelt, ist nicht zu verhindern. Der Teufel ist zynisch, sarkastisch und selbst in den ausweglosesten Situationen hat er noch eine Spruch auf den Lippen. Sein Charakter ist wirklich toll, nicht flach und man kann sich gut in ihn hineinversetzen. Ein Klasse Buch, ein kleiner Störfaktor war allerdings, dass man zu lange auf die Folter gespannt wurde, was offene Fragen betraf. Kleine Feinheiten, wie zum Beispiel wie Sam Linnfer denn nun zum Teufel wurde wurden nicht geklärt, außerdem blieb noch die Frage, was es genau mit den Ersten, Zweiten, Dritten, Vierten und Fünften auf sich hatte. Auf jeden Fall gut ist, dass die Geschichte in zwei Romanen aufgeteilt wurde, und dass es am Anfang nicht zuviel Einleitung gab, durch welche man sich durchquälen musste. Man ist bereits im zweiten Kapitel fast mitten im Geschehen und die Sprünge in die Vergangenheit sind gut in der Handlung aufgelöst. Alles in allem ist das Buch auf jeden Fall Wert mehrmals gelesen zu werden und den Fortsetzungsroman werde ich auf jeden Fall sobald wie möglich lesen.
Geschrieben von:
Zeenat Rauf








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