Eine neue Fantasy-Reihe der Erfolgsautorin Jenny-Mai Nuyen und eine Idee, die großen Bezug zu unserer wirklichen Welt hat: Zusätzlich zum “normalen” Energievorkommen gibt es auf der Welt Aradon einen allmählich enorm zur Neige gehenden Vorrat an magischer Energie, genannt Lirium. Eingesammelt oder abgebaut wird es von sogenannten Sturmjägern, die mit Hilfe von Luftschiffen in Gebiete von großer Gefährlichkeit reisen - schon der Name “kauende Klippen” für ein Gebirge läßt den Leser ermessen, WIE gefährlich - und ständig auf der Suche nach letzten Vorkommen des begehrten Rohstoffes sind. Was passieren wird, wenn der Lirium-Vorrat ganz aufgebraucht sein wird, kann man sich leider vorstellen.
Ein Luftschiff, die “Schwalbe” unter Kapitän Gharra hat das Glück, den Zwergen ein Mädchen, genannt Hel, abkaufen zu können, die durch eines ihrer Augen, welches durch einen mysteriösen Unfall verändert wurde, die Gabe erhielt, alles Lebende und auch Lirium einfach sehen zu können. Nicht nur dadurch wird sie für das Luftschiff und ihren Kapitän äußerst wichtig. Kapitän Gharra liebt das Mädchen wie ein Vater und will ihr sogar die “Schwalbe” vererben, als er fühlt, dass seine Lebenszeit bald abgelaufen sein wird.
Doch zum Erben kommt es nicht mehr, denn die Schwalbe wird in einem plötzlichen Sandsturm völlig zerstört und nur Hel bleibt von der gesamten Besatzung am Leben. Ein etwa gleichaltriger Junge namens Mercurin befreit sie aus den abgestürzten Trümmern des Schiffes und umsorgt sie, während sie sich seltsamerweise in Rekordzeit erholt.
Mercurin begleitet sie auch noch zur Magierschaft, wo sie erfährt, dass noch weitere Flugschiffe sowie einige Dörfer während dieses vermutlichen Attentats der Isen zerstört wurden. Die Isen wurden nämlich bis dato durch die Magie des Liriums daran gehindert, in Aradon einzufallen. Doch diese ruhigen Zeiten scheinen nun vorbei zu sein.
Hel wird beauftragt, mit dem jungen Sturmjäger Nova, dem Magier Olowain und einigen anderen herauszufinden, wer wirklich hinter dem Attentat steckt, da sie mit ihrer Gabe mit am besten dafür geeignet scheint.
Mehr sei nicht verraten und man brächte sich auch um ein wirklich bemerkenswertes Lesevergnügen.
Ich kannte die Bücher der Autorin bisher nicht, aber das wird sich ändern. Feenlicht ist voller schöner Ideen und oft in einer wundervoll bildhaften, beinahe lyrischen Sprache geschrieben, die mir außerordentlich gut gefällt. Lädt zum Träumen ein.
Ein wenig negativ ist nur der gemeine, böse Cliffhanger am Schluss des ersten Romans, der eigentlich unnötig wäre, denn den Folgeroman hätte man sich sowieso gekauft, weil die Geschichte einfach gut ist.
Geschrieben von Iris Hoffmann








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