Tristan und Isolde – hier Yseult und Drystan – eine große, tragische Liebesgeschichte neu erzählt.
Die junge Yseult, die schöne, Tochter der Königin Yseult, die Weise, soll verheiratet werden mit dem König von Dumnonia verheiratet werden. Zwar bittet die Königin zuerst darum, ihr das Mädchen zu lassen, ist dann aber selbst dafür, soll die Hochzeit doch Frieden zwischen den Volksstämmen schaffen.
Drystan, der Sohn des Königs von Drumnonia, wird bei einem Kampf schwer verwundet. Es besteht kaum Hoffnung für ihn, doch da es heißt, dass Yseult, die Weise, eine sehr begabte Heilerin sei, wird beschlossen, ihn zu ihr zu bringen.
Drystan gibt sich als Barde aus und spielt diese Rolle weiter, während Königin Yseult und ihre Tochter sich seiner annehmen. Seine Verletzung ist sehr schwer, die Heilung braucht Zeit und so bleibt Drystan den Winter über bei ihnen. Da Yseult hilft, ihn gesund zu pflegen, ist sie viel mit ihm zusammen und bald schon ist nicht mehr zu leugnen, dass sie Gefühle füreinander haben.
Zwischen ihnen entsteht eine leidenschaftliche Liebesbeziehung und Drystan verspürt bald schon den Wunsch, bei Yseult bleiben zu können. Dann jedoch kommt Yseult dahinter, wer er wirklich ist und will Rache für den Tod ihres Onkels …
Ruth Nestvold hat einen wirklich schönen Schreibstil, der wunderbar leicht zu lesen ist und die Geschichte toll erzählt. Sie hat einen Hang dazu, sehr ausführlich zu schreiben, was besonders bei den zahlreichen Kampfszenen ein wenig ermüdend ist, an anderen Stellen aber die Stimmung des Romans sehr gut rüberbringt.
Ich hatte, nicht zuletzt dadurch, wie das Buch beworben wird, mit einem Werk im Stil Der Nebel von Avalon gerechnet (und drauf gehofft). Das ist dieses Buch hier absolut nicht, schon allein deshalb, weil Drystan einen sehr großen Teil einnimmt. Es gibt viele, sehr gut geschriebene spannende Szenen und Fantasyleser und sowieso alle, die sich für Tristan und Isolde interessieren, können hier bedenkenlos zugreifen.
Geschrieben von:
Maren Frank








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