
Als ich dieses Büchlein bei meinen Weihnachtseinkäufen in Händen hielt, wußte ich sofort, dass es für meinen ältesten Sohn mit unter den Tannenbaum mußte.
Eine Sammlung von herrlich skurillen Gesetzen und Verordnungen hat Dr. Roman Leuthner in diesem Buch zusammengetragen. Der staunende, sich wundernde, oft schmunzelnde und mit Sicherheit ab und zu laut loslachende Leser erhält hier einen - mit Sicherheit nicht vollständigen - Einblick über Regeln und Vorschriften, die wir Menschen uns in allen Teilen der Erde oft aus teilweise heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen gegeben haben und die uns heute aus den unterschiedlichsten Gründen oft nur noch den Kopf schütteln lassen.
Und der Leser grübelt schmunzelnd, wie solche Gestze und Verbote wohl einst zustande kamen.
Oder wüßten Sie etwa, warum es in Florida per Gesetz verboten ist, mit Stachelschweinen sexuell zu verkehren? Außerdem darf dort auch niemand öffentliche Mülltonnen sexuell belästigen! Gegenfrage: private Mülltonnen aber schon, oder wie? Nackt zu duschen, ist in Florida auch nicht erlaubt. Tja, da muß man sich dann gewiß nicht wundern, dass öffentliche Mülltonnen sexuell belästigt werden - wahrscheinlich riechen die einfach besser?
In Estland wiederum ist es einem Paar verboten, beim Geschlechtsakt Schach zu spielen. Kennen die jetzt dort nur langweiligen Sex?
In Alaska ist es Elchen untersagt, sich auf den Bürgersteigen zu paaren. Wissen das denn auch die Elche? Wahrscheinlich gibt es dort eben weniger Analphabeten als bei uns - zumindest unter den Elchen.
In New Mexico darf sich keine Frau mit unrasiertem Gesicht und ebensolchen Beinen in der Öffentlichkeit sehen lassen. Nun, ich denke mal, das die Einführung eines solchen Gesetzes würden zumindest viele Männer auch hier nicht übel finden - vielleicht noch mit der Erweiterung ‘auch nicht mit unrasierten Zähnen’
In Hawaii ist es nicht erlaubt, sich einen Penny ins Ohr zu stecken, den Franzosen (man bedenke!!!) das Küssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und den männlichen Italienern das Tragen eines Rockes.
Man sieht, man muß halt auf der ganzen Welt gehörig aufpassen, dass man nicht in Fettnäpfchen tritt. So können Sie eben keinesfalls davon ausgehen, dass sie sich überall auf der Welt mit ihrer Kuh in der Kneipe mal ordentlich einen ansaufen können…und sterben dürfen sie auch nicht einfach so überall!
Ohne Fallschirm z.B. in Kanada aus dem Flugzeug springen, geht gar nicht - wird wahrscheinlich mit Todesstrafe geahndet, denk ich mir mal.
In Uruguay dürfen Sie sich nur duellieren, wenn beide Duellanten Blutspender sind. Ordnung muß halt sein!
Und an der Côte d’Azur wurde im September 2000 wurde den Einwohnern der Gemeinde Le Lavandou kurerhand sogar das Sterben verboten, weil der Friedhof bereits überfüllt war. Tja, Pech gehabt.
Kurzum, denn diese Beispiele sollen fürs Erste genügen…ein Buch, das die Welt vielleicht nicht unbedingt braucht, bei dem ich es allerdings doch schade gefunden hätte, wenn man es nicht herausgebracht hätte.
Bei mir hat es zumindest für Heiterkeit gesorgt und zu der Erkenntnis, dass es offenbar nichts gibt, was es nicht gibt.
Iris Hoffmann







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