Dunkle Knopfaugen
Coraline Jones hat Ferien und das schon viel zu lange, denn sie hat Langeweile und sehnt sich nach Abwechslung. Die Eltern lassen sie oft links liegen, der Computer und ihre Arbeit haben Vorrang. Selbst nach dem Umzug in die neue Wohnung in ein recht merkwürdiges Haus, hat sich nichts geändert. Selbstüberlassen wie fast immer, begibt sich Coraline auf Erkundungstour. Sie stellt fest, dass die Nachbarn reichlich komisch sind. Zum einen wohnt unterm Dach ein älterer Herr, der etwas verrückt sein muss, denn er erzählt Coraline von seinem Mäusezirkus, den sie unbedingt ansehen muss. Zum anderen wohnen zwei Schauspielerinnen im Haus, die Coraline vor dem Brunnen im Garten warnen und sonst auch sehr eigenartig erscheinen. Trotz dieser drei neuen Bekanntschaften geht es Coraline nicht wirklich besser, sie sucht ein Abenteuer, bis die Schule wieder beginnt. Der Garten mit dem geheimnisvollen Brunnen beeindruckt sie nur mäßig und auch der herumstreunende Kater kann sie nicht für sich begeistern. Doch dann findet sie bei erneutem Rundgang durch die neue Wohnung eine geheimnisvolle Tür in der Wand. Ihr Mutter hat dazu auch einen Schlüssel, was dazu führt, dass Coraline sich in die Wohnung dahinter begibt. Dort trifft sie auf keine anderen als ihre Eltern. Doch irgendwas stimmt nicht mit denen, die Arbeit scheint bei diesen neuen Eltern eher nebensächlich und Coraline steht im Mittelpunkt. Das hat sie schon immer gewollt, aber irgendwie scheint auch in dieser neuen Umgebung etwas faul zu sein und ein aufregendes Abenteuer beginnt.
Passend zum Kinofilm erscheint das Buch „Coraline“ von Neil Gaiman beim Arena-Verlag und ob Film oder nicht, das Buch sollte man unbedingt lesen.
In einer klaren Sprache wird über Coraline und ihr facettenreiches Abenteuer berichtet. Kurze Kapitel und eine aufregende Handlung lassen es kaum zu, das Buch auch nur einen Moment aus der Hand zu legen. Mit teilweise recht gruseligen Beschreibungen sollte die Geschichte nicht unterschätzt werden, dennoch stehen Mut und Tapferkeit im Mittelpunkt. Die Handlung ist sehr fantasiereich, was ein leichtes Hineinversetzten und Mitfiebern nicht ausbleiben lässt. Nach “Coraline” verspüren sicher alle Leser den Drang, eine geheimnisvolle Ecke in Wohnung oder Garten aufzustöbern.
Ein gemeinsamer Ausflug nach diesem Buch ist sicher eine gelungene Fortsetzung für die ganze Familie.
© Bianca Raum









Kommentar schreiben