„Charlottes Welt“ ist das erste Jugendbuch von Susanne Fröhlich, das gewohnt locker und frech geschrieben ist.
Die 14-jährige Charlotte ist mitten in der Pubertät und laut Klappentext ein typischer Teenager. Mit sich selbst und der Welt sehr unzufrieden, hat Charlotte es im Verlauf des Buchs nicht leicht. Es fängt schon bei ihrem Namen an, den sie nicht mag. Lieber wäre sie wie ihre Klassenkameradin Geraldine, die gut aussieht und deren Eltern locker sind und viel Geld haben. Charlotte und ihre beste Freundin Maja mögen Geraldine nicht und machen sich gerne über sie lustig. Doch eines Tages wird Charlotte eher zufällig zur großen Geburtstagsparty von Geraldine eingeladen, Maja aber nicht. Trotzdem ist es für Charlotte selbstverständlich, dass sie die Einladung nicht ausschlägt und opfert sogar die Freundschaft mit Maja für diese Party. Dann ist da noch Ben, in den Charlotte verliebt ist und die Frage, was sie auf der Party anziehen soll…
Die Geschichte wird von Charlotte selbst erzählt, durch ihr Tagebuch.
Als typisches Sandwichkind zwischen einem schulisch erfolgreichen älteren Bruder und einem niedlichen aber gewitzten Nesthäkchen hat sie es auch tatsächlich nicht leicht. Ihre Eltern sind ihr peinlich, vor allem ihre überbesorgte Mutter. Mit vielen Tricks schafft sie es, die Erlaubnis zu bekommen, zu Geraldines Party gehen zu dürfen.
Alles in allem ist „Charlottes Welt“ eine nette Ferienlektüre, flüssig zu lesen und mit vielen amüsanten Passagen, die mich teilweise an die eigenen Teeniezeit erinnerten. Allerdings war es in meinem Freundeskreis nicht üblich, in Geschäften zu stehlen oder mit knapp 14 Jahren Alkohol im Supermarkt für andere zu kaufen und meiner Meinung nach werden diese Themen allzu selbstverständlich und ohne größere Konsequenzen für Charlotte in die Handlung eingeflochten. Auch die Einstellung von Charlotte, dass es nichts schlimmeres gäbe als dick zu sein, bleibt quasi unkommentiert im Raum stehen.
Sicher hatte ich kein moralinsaures Werk erwartet, aber ein wenig enttäuscht war ich schon. Das lag aber auch daran, dass meiner Meinung nach Charlottes ewige Nörgelei über ihre Geschwister und Eltern und ihre Fixierung auf die äußere Erscheinung zuviel Raum einnehmen.
Leichte Ferienlektüre, teilweise witzig und ironisch erzählt, streckenweise aber etwas langatmig, weil es fast ausschließlich um die Vorbereitung auf die große Party geht.
Geschrieben von: CeeCee








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