Da ja nun nächste Woche der neue Potter in die Kinos kommt, stelle ich hier einfach mal die Frage was Ihr von Buch Verfilmungen haltet? Wie ich bei der Rezension von Kim gelesen habe ist es wohl einfacher dem Film zu folgen, wenn man die Harry Potter Bücher vorher gelesen hat. Allerdings sagt man ja im Allgemeinen, dass es besser ist erst den Film zu sehen und dann das Buch zu lesen. Da die Bücher meist ja viel detailierter in der Geschichte sind und die Erwartungen in dem Film dementsprechend hoch ist.
Ich habe gerad mal angefangen die Trilogie vom Herrn der Ringe zu lesen und bin doch schon erstaunt welche Abweichungen in der Geschichte vom Film zum Buch dort vorhanden sind.
Also was haltet Ihr davon? Welche Filme sind besonders gut gelungen und welche sind wirklich schlecht geworden? Auf eure Kommentare bin ich gespannt.
4 Kommentar(e)
Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir ungern einen Film ansehe zu dem ich vorher das Buch gelesen habe. Damit habe ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht, weil der Film meist viel zu kurz gehalten ist und wichtige Details aus dem Buch verlorengehen. Falls ich einen Film zu einem Buch schaue, dann lese ich eigentlich mittlerweile das Buch nicht mehr, weder vorher noch nachher.
In den Fällen in denen ich zuvor das Buch gelesen hatte, fand ich nicht gelungen die Verfilmungen von Herr der Diebe, Tintenherz, Eragon.
Eine gute Verfilmung eines Buches war in meinen Augen Der Name der Rose.
Wie ich schon beim HP Thread schrieb, find ich bei den Filmen (spätestens ab dem 4. Teil) es gut, wenn man die Bücher kennt. Da wird doch vieles viel genauer beschrieben, und man versteht den Film besser.
Herr der Ringe hab ich nicht gelesen, nur gesehen und fand die Umsetzung sehr gut. nun ist es irgendwann mein Ziel das Buch auch mal zu lesen. Schaun wir mal, ob und wann ich es schaffe.
Eragon hab ich nur gesehen, bisher nicht gelesen, aber das steht auch noch irgendwann auf dem Plan.
Ansonsten ist es oft schwierig, einen Film zu sehen, wo man das Buch vorher gelesen hat.
Von Nora Roberts wurden ein paar Bücher verfilmt, teilweise echt wortgenau. Leider ist die Verfilmung nicht gut und bringt teilweise weder die nötige Spannung noch das richtige Gefühl rüber.
Gut finde ich die alten Erich Kästner Verfilmungen in Schwarz Weiß. Diese konnte ich immer mit den Büchern gut in Einklang bringen.
Was mich oft an vielen Filmen stört ist, das das Drehbuch vom Buch selber soweit abweicht.
Mir gefallen Literaturverfilmungen meist nur dann, wenn ich die literarische Vorlage nicht oder noch nicht kenne. Gute Bücher sind einfach schwer zu verfilmen, weil für die Kino- oder TV-Versionen oftmals die Handlung gestrafft und verändert wird und die eingesetzten Schauspieler nicht der durchs Lesen entstandenen Vorstellung entsprechen. Ich ärgere mich so häufig über schlampige Umsetzungen, dass der Spaß verloren geht.
Ausnahmen bilden für mich unter anderem die Verfilmungen von einigen Klassikern. Dazu zähle ich, wie ceecee, die Bücher von Jane Austen – die BBC-Version von “Stolz und Vorurteil” hat es mir besonders angetan – “Zimmer mit Aussicht”, die Bühnenstücke von Oscar Wilde, “Vanity Fair”, etc. ” Der Herr der Ringe” hat mir als Kino-Version sehr gut gefallen, obwohl die Bücher wirklich ganz anders sind. In diesem Fall hat sich die Mühe einer filmischen Umsetzung gelohnt, weil sehr akribisch und mit Liebe zum Detail gearbeitet wurde.
Die letzte Literaturverfilmung, die ich gesehen habe, war “Zusammen ist man weniger allein” mit Audrey Tautou. Ich fand den Film gut, allerdings kenne ich das Buch nicht und konnte so keine Vergleiche ziehen. Die Harry Potter – Filme mag ich gar nicht, die Bücher sind bei weitem besser. Aber am schlimmsten sind meiner Meinung nach Co-Produktionen mit Beteiligung mehrerer Länder. Da stimmt meistens gar nichts mehr und die Geschichten werden im Eilverfahren abgedreht.
Mein Fazit: Wenn ich ein gutes Buch gelesen habe, langweilt oder ärgert mich meistens der Film dazu. Handelt es sich um eine nicht so gute Vorlage, kann der Film sogar das Buch adeln. Bei richtig schlechten Büchern sollte man auf eine Verfilmung lieber ganz verzichten. Ich ziehe es in allen Fällen vor, erst einmal das Buch zu lesen und dann den Film zu sehen.







Mir ist es wichtig, zuerst das Buch zu lesen, nach Möglichkeit bevor die ersten Filmplakate auftauchen. Denn oft sehen die Schauspieler ganz anders aus als ich mir die Figuren vorgestellt habe. Wenn ich zuerst den Film sehe, habe ich meist automatisch die Gesichter der Schauspieler vor mir.
Gute Beispiele sind viele der Literatur-Verfilmungen der britischen BBC, bzw. Jane Austen. Da passen die Schauspieler zu den Figuren, denn im wirklichen Leben sehen ja auch nicht alle aus als ob sie aus Hollwood kommen.
Die Verfilmung von Eragon fand ich total daneben. Unpassende Schauspieler, zerstückelte Handlung. Die Zwerge haben komplett gefehlt und somit eine Verfilmung des zweiten Bandes fast unmöglich gemacht. Ähnlich ging es mir mit dem ersten “Bis(s)”-Film. Das Buch fand ich nicht schlecht, aber der Film ist ohne das Buch kaum zu verstehen, glaube ich. Einiges fehlt, wird nicht erklärt, dafür viel Action, fast wie langes MTV-Video.
Alllerdings vermeide ich es inzwischen, Literaturverfilmungen anzuschauen.