Auf Empfehlung einer Freundin tritt die junge Schwedin Kerstin Kvist eine Stelle bei der Familie Cosway im ländlichen Essex an. Ihre Aufgabe ist die Entlastung der 80-jährigen Dame des Hauses bei der Betreuung des autistischen Sohnes John.
John, ein 39-jähriger Mann wird von seiner Familie für verrückt gehalten und mit Medikamenten ruhig gestellt.
Schnell erkennt die gelernte Krankenschwester Kerstin, dass John alles andere als verrückt und durch die Medikamente so apathisch geworden ist.
Doch gegen die despotische Mrs. Cosway kommt die junge Frau nicht an und so wird sie unter dem Einfluss ihrer Arbeitgeberin immer verängstigter und eingeschüchterter.
Die erwachsenen Töchter des Hauses, die allesamt ziemlich “speziell” sind und ihre Mutter verbindet eine eigenartige Hassliebe. Der behinderte Sohn erntet nur Spott und Ablehnung.
Und so herrscht in dem herrschaftlichen alten Haus ein rüder Umgangston.
Der Leser spürt schon früh, dass die Protagonisten dieser bösen englische Familiensaga unabwendbar auf eine Katastrophe zusteuern.
Die in London lebende Autorin Barbara Vine schafft es durch anschauliche, wortgewandte Beschreibungen den Familienmitgliedern Leben zu verleihen. Sie erzeugt eine düstere Stimmung, die den Leser fesselt und voller Spannung dem Ausgang des Romanes entgegenfiebern lässt. Als schließlich ein Mord geschieht, eskaliert die ganze Situation und die Familienmitglieder zeigen ihr wahres Gesicht.
Einziger Kritikpunkt ist, dass die Geschichte aus Sicht der Krankenschwester Kerstin in der Ich-Form erzählt wird, was sie in meinen Augen etwas einseitig werden lässt.
Geschrieben von Beate W.








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