Dieses, schon von der Aufmachung her wunderschön gestaltete Buch — das rote Buchcover wird von einem beeindruckenden, glitzernden Drachenbild geschmückt — enthält Sagen, Märchen und Mythen, die Andreas Gößling nacherzählt bzw. auf seine Weise interpretiert hat und ist eine wahre Fundgrube für Drachenfans.
Nicht nur, dass die Geschichten und Märchen natürlich an sich sehr schön zum Selber-und/oder Vorlesen geeignet sind, ebenso faszinierend ist allein schon die Tatsache, DASS in allen Teilen unserer Welt Drachen schon immer bekannt waren.
Zusätzlich finde ich es jedoch sehr interessant, wie Drachen in den unterschiedlichsten Teilen der Welt und bei unterschiedlichen Kulturen beschrieben sind und gesehen werden:
Die Geschichten reichen von dem zu bekämpfenden Drachen, der sich zeitweise mit Menschenopfern - vorzugsweise Jungfrauen - zufrieden gibt, stark und mächtig und äußerst bedrohlich ist, aber durch List bzw. Abschlagen seines Kopfes (mehrere sind ebenfalls möglich) besiegt werden kann, bis zu Beschützern von Völkern. Die Maya, Maismenschen genannt, glaubten an einen Drachen, der ihr Volk wieder erschaffen würde und ihnen zu neuem Ruhm und Ansehen verhelfen würde.
In der nordischen Mythologie bringt gar ein Drache die komplette Weltkugel mit sich, sorgt allerdings auch in einem ewigen Prozeß des Erschaffens und Vergehens selbst wieder für ihr Ende, indem er sich in 3 schreckliche Wesen aufteilt, die so lange wüten, bis die Welt wieder zerstört ist.
Allen Drachenfiguren gemeinsam scheint allerdings ein schlangenähnlicher Körperbau zu sein und die Tatsache, dass sie fliegen können.
Lesenswert.
Iris Hoffmann








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